Die Männerarbeit der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) verfügt nicht über hauptamtliche Mitarbeiter. Alle unten genannten Männer engagieren sich ehrenamtlich und versuchen, durch Seminarangebote und Impulse für Gruppen vor Ort die Männerarbeit in der EmK vorwärts zu bringen. Über ihre Motivation schreiben sie hier:


 

Ich bin 1955 geboren, seit 1996 verheiratet und habe zwei Kinder. In der EmK in Esslingen bin ich zuhause und gehöre u. a. zum Gemeindevorstand.

Von Beruf bin ich seit fast 40 Jahren Busfahrer und kurve im Linienverkehr herum. In der Gewerkschaft und im Betriebsrat meiner Firma engagiere ich mich seit vielen Jahren zusätzlich. Auch die Politik interessiert mich, so gehöre ich zur SPD in Esslingen.

Da Männer „anders gestickt sind“, denke ich, ist es an der Zeit, Möglichkeiten und Räume zu bieten, bei denen wir Männer unsere Sorgen und Probleme untereinander besprechen und diskutieren können – oder wo wir einfach nur gemütlich beieinander sein und über „Gott und die Welt“  reden können.


 

Männerarbeit?
Weil wir Männer verschieden sind allein schon in der Kreativität und Motivation. Da möchte ich gerne Impulse für Gruppen vor Ort weitergeben. Es ist mir wichtig in der Männerarbeit meinen Beitrag zu leisten. Brücken zu bauen, damit Kontakte und Freundschaften entstehen können. Von der Liebe Gottes weiter erzählen ...
Bei Ablösung von Beruf zum Ruhestand, meine Erfahrungen weiter geben. Mut machen für neue Aktivitäten. Mein Leben stellt für mich eine andauernde Veränderung dar.


 

Von Beruf bin ich Pastor und derzeit Leiter des Bildungswerks der Evangelisch-methodistischen Kirche.

Als begeisterter Radler und gebürtiger Schwarzwälder liegt mir das Wohl unserer Umwelt sehr am Herzen. Neben Anfragen für geistliche Themen, biete ich an dieser Stelle darum einen Abend zu den drei großen E's an: Erneuerbare Energien weiter ausbauen, Energie effizient nutzen und Energie einsparen. Vor allem der letzte Punkt ist ein heikler - weil er das Thema "Verzicht" anspricht - spannend!


 

Von Beruf bin ich selbständiger Landschaftsgärtnermeister.

Die Mitarbeit in der Männerarbeit ist mir ein Anliegen, weil wir Männer auch Gefühle haben und diese bei der Arbeit und leider auch in den Gemeinden oft zu kurz kommen. Bei den Veranstaltungen der Männerarbeit wird da eine gewisse Erdung geboten. Männer unter sich können offen über Ihre Empfindungen reden. Das gibt Kraft und Durchhaltevermögen für das normale Leben, manchmal sogar Lösungen für Alltagsprobleme und dafür setze ich mich ein.


 

Von Beruf bin ich Diplom-Informatiker und derzeit in der Softwareentwicklung bei einem Automobilzulieferer tätig.

Vielleicht ist es ein Thema der Lebensmitte. Man(n) besinnt sich darauf, dass neben all den Rollen und Aufgaben, die man(n) so gut es geht ausfüllt, Beziehungen und Freundschaften einen wichtigen Platz im Leben haben sollen. Das war sicher der wichtigste Grund für mich, mir eine Männergruppe zu suchen. Eine Gruppe von Männern, die sich einmal im Monat trifft. Themenabende, gemeinsames Essen und das traditionelle Klosterwochenende im November bieten ein abwechslungsreiches und anregendes Programm. Und ich bin einfach ich - ein Mann unter Männern.

Dazu kommt mein Engagement in der Männerarbeit der EmK. Hier möchte ich mithelfen, auch anderen den Weg zu öffnen, weg vom Einzelkämpfer hin zum Austausch mit Männern - ins Gespräch zu kommen und im Gespräch zu sein.


 

Von Beruf bin ich Pastor und arbeite derzeit auf dem Gemeindebezirk Nagold. Im Nebenamt bin ich der Sekretär für Männerarbeit der Evangelisch-methodistischen Kirche in Süddeutschland (Süddeutsche Jährliche Konferenz).

Kommt man darauf zu sprechen, dass man sich in der „Männerarbeit engagiert“, erntet man – oft auch von Geschlechtsgenossen – ein mildes Lächeln. Ist das nötig?, so wird gefragt.

Ja, es ist nötig, finde ich. Denn Männer haben Nachholbedarf in Sachen „Nabelschau“. Sie müssen noch stärker lernen, sich mit ihrem Mannsein zu beschäftigen: ihren Gefühlen, ihrem Lebensentwurf, ihren Rollen und den an sie herangetragenen Erwartungen. Auch die Frage, ob es einen besonderen männlichen Zugang zum Glauben an Jesus Christus gibt, gehört dazu. Die Frage, ob es eine „männergerechte Theologie“ in einer paradoxerweise von Männern dominierten Theologie gibt, geben kann und sollte, interessiert mich sehr.